Jahnishausen

Jahnishausen liegt zwar nicht unmittelbar auf der Route des Jahnatalradweges, ist aber mit Sicherheit eine Erwähnung wert. Dieser Ort hat wie viele Ortschaften in Sachsen eine äußerst wechselvolle Geschichte vorzuweisen, Spuren und mittelbare Zeugnisse wie das Schloss und die Schlosskirche, der Naturpark und sehr alte Bauerngehöfte sprechen eine eigene Sprache. Wer sich sich mit dem Rad oder zu Fuß nach Jahnishausen begibt, wird direkt vom Pfad aus dank einer Hinweistafel mit einigem Wissen ausgerüstet, die Spuren der Geschichte besser verstehen können.



Der traumhafte Naturpark schließt den rückseitigen Blick auf das in die Jahre gekommene Schloss mit ein, was an sich verwundern mag. Freilich, und das muss gesehen werden, hat die jüngste DDR-Vergangenheit einigen Frevel hinterlassen, der heute mühselig beseitigt werden muss. Es ist wie verwunschen, dieses Schloss, das so garnicht wie ein Schloss aussieht. Ein Tee-Pavillon lässt uns erstaunen und ein Stück weit nach China entrücken...



Mittlerweile ist dem alten Gemäuer Leben eingehaucht worden, eine größere Gruppen von Menschen hat sich als Lebensgemeinschaft ins Schloss eingelebt, sodass ein weiterer Verfall verhindert werden konnte. Besondere Beachtung verdient die Schlosskirche in Jahnishausen: Augustus von Kötteritz gilt als Bauherr der Kirche in den Jahren 1663 bis 1666. Ungewöhnlich der Grundriss, beinahe tonnenförmig wölben sich die Außenwände auf. Ein Brand aber ging dem Gebäude zu Leibe worauf sie 1779 abgerissen werden musste. 1790 wurde die heute sichtbare Kirche auf die Grundmauern der alten Andachtsstelle gesetzt, 1792 um den Turm erweitert. 1945 setzte Verfall ein und erst 1990 hob sich der Gedanke zur Erhaltung der Kirche in einem Verein und schlussendlich zur Sanierung in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
 
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